Dieses Glossar erklärt die Fachbegriffe, die in unseren redaktionellen Texten wiederkehren. Es ersetzt keine Anlageberatung, sondern macht die Sprache der Methode zugänglich.
Marktregime
Längerer Abschnitt eines Marktes mit ähnlichem Verhalten, etwa anhaltender Aufwärtstrend, Seitwärtsbewegung oder Stressphase. Die Identifikation benennt solche Abschnitte, sie sagt nicht voraus, wann das nächste Regime beginnt.
Volatilitätsregime
Gruppierung von Marktphasen nach der Schwankungsbreite. Ein Modell unterscheidet ruhige von unruhigen Phasen, ohne daraus eine Handelsregel abzuleiten. Wir beschreiben die Trennung, nicht ihre Verwertung.
Hidden-Markov-Modell
Statistisches Verfahren, das einem beobachtbaren Verlauf verborgene Zustände zuordnet. In der Marktregime-Identifikation sind die Zustände die Regime, die Beobachtungen sind Renditen und Volatilität.
Merkmal
Verdichtete Größe aus rohen Kursdaten, etwa geglättete Rendite oder rollende Volatilität. Merkmale reduzieren Rauschen, bevor ein Modell sie auswertet.
Regime-Übergang
Wechsel von einem Regime in ein anderes. Übergänge lassen sich im Nachhinein datieren, selten jedoch im Voraus verlässlich erkennen. Diese Grenze ist ein wiederkehrendes Thema unserer Texte.
Drawdown
Rückgang vom bisherigen Höchststand. Drawdowns sind ein Maß für Stressphasen, aber kein eigenständiges Regime. Wir trennen beide Begriffe sauber.
Überanpassung
Fehler, ein Modell so eng an historische Daten zu legen, dass es künftige Daten schlecht trifft. Regime-Modelle sind dafür anfällig, weil Regime selten und knapp sind.
Redaktionelle Einordnung
Unsere Aufgabe: ein benanntes Regime in Sprache zu fassen, die Leserinnen und Leser verstehen, ohne ihnen eine Anlageentscheidung zu suggerieren.
Haben Sie einen Begriff vermisst? Schreiben Sie der Redaktion über das Kontaktformular. Wir nehmen Vorschläge auf, ohne dafür ein kostenpflichtiges Angebot zu machen.